Am 20.08.1980 öffnete das Pinökel zum ersten Mal seine Pforten.
Die Idee, eine Kneipe zu eröffnen, kam Didi Kahlau und Thomas
Dierks, damals wohnhaft in der Albrecht-Poppe-Straße.
Das Konzept, einen Treffpunkt für junge Leute und Junggebliebene zu
schaffen, hat sich auch nach fast 26 Jahren nicht geändert. Das ist
es auch, was das Pinökel so besonders macht. Hier kann sich jeder
wohlfühlen, der gerne in geselliger Runde einen netten Plausch
halten will, ob nun beim Bier oder beim Tee.
1988 übernahm Jan Siedenburg das Pinökel, welches er 1994 an Walter
abgab.
Walter setzte sich stark für die Bremen-Norder Musikszene ein und
gab jungen Musikern einen Raum, um ihre künstlerischen Fähigkeiten
unter Beweis zu stellen.
Auch heute noch gibt es Livekonzerte und wir sind immer auf der
Suche nach neuen und auch alten Bands.
Trotz wechselnder Wirte war das Pinökel immer geöffnet und hat auch
nie seinen Namen geändert.
Generationen von Schülern und Studenten prägten und prägen noch
heute das Ambiente dieses Ortes und hinterlassen im ständigen Wandel
eine kleine kulturelle Spur im nördlichen Teil von Bremen.
Durch den immer wiederkehrenden Wechsel ist das Pinökel für viele
Menschen eine Art Institution geworden. Alljährlich zu Heiligabend
treffen sich die einstigen Pinökelgänger wieder, die sich inzwischen
in ganz Deutschland und darüber hinaus verteilt haben, um die "gute
alte Zeit" aufleben zu lassen.
Das Pinökel heute
Seit 2006 leiten Kirstin Fennekohl und Alice Burlager das Pinökel
zusammen, was einige positive Veränderungen mit sich brachte.
Die ehemals graue Jugendstilfassade ist einem dunklem grün gewichen,
welches nicht nur zufällig an eine bekannte Bremer Biermarke
erinnert, und mit den weißen Fenstern hat sich das eher unauffällige
Haus zu einem richtigen Schmuckstück entwickelt. Auch der jahrelang
brachliegende und als Parkplatz für lauffaule Vegesacker
missbrauchte Biergarten ist inzwischen zu einer gemütlichen Oase
geworden, um in lauen Sommernächten sein Bier unter Sternen zu
genießen.
Der Kult geht weiter
Alte Traditionen wurden wieder aufgenommen, so gibt es seit Anfang
des Jahres wieder die legendären Pi-Baguettes und den äußerst
süffigen Pi-Korn, der auch gerne flaschenweise bestellt wird.
Und auch der Kicker, der sein Dasein lange als Blumenständer fristen
musste, ist inzwischen wieder voll funktionstüchtig und sorgt für
manch lustigen Zeitvertreib, ob für Spieler oder für Zuschauer.
Zwei mal im Jahr kann man die Pinökel-Crew auch außerhalb der
eigenen vier Wände erleben. Wenn Loggermarkt ist, befinden wir uns
auf unserem Bierwagen im Hafenwald und versorgen dort unsere Gäste.
Ohren auf!
Musik spielte und spielt nach wie vor eine große Rolle im Pinökel,
seit jeher wurden eher alternative bis rockige Töne angeschlagen.
Charts, Schlager und Techno haben bei uns keine Chance, obwohl wir
für Anregungen und neue Ideen immer offen sind.
Pinökel?
Zum Schluss wäre nur noch zu erwähnen, wie das Pinökel zu seinem
Namen kam.
Ein Pinökel ist ein kleines Ding, für das einem grade kein Name
einfällt. Und das passt doch auch ziemlich gut für unsere Kneipe im
Herzen von Vegesack.